Sei Romantiker - aber ausreichend versaut! Teil 1

Ach, wie sehr lieben wir es romantisch umgarnt zu werden. Von einem Ritter erobert, einem Gentlemen ausgeführt und einem starken Mann über die Schwelle getragen zu werden, davon träumen wir doch alle nicht wahr? Wenn da nicht das kleine Schniedelwutz-Problem wäre. Ihr wisst schon, ob nun groß genug, zu klein, zu schnell zu schlapp, zu schnell zu spritzig, umringt von Urwald oder einfach nur planloses rumgestocher. Phantasielos, reißt uns nicht mit, schweigt nur, zeigt keinerlei Enthusiasmus, packt nicht zu sondern fährt SEIN Programm ab und das war´s. Leider viel zu oft gehört und erlebt. Das Schlimme daran, sie lernen es nie, solange man nichts sagt. 

Ganz heikles Thema bei Männern - Seine "Männlichkeit"

Manche von uns mögen Sex gerne kurz und knackig, andere brauchen ganze Sessions, viele haben sich mit einem Schnellspritzer oder einem kleinen "Schnippi" abgefunden, schließlich überwiegt die Liebe zu seinem Partner. Trotzdem kommen Unzufriedenheiten in Beziehungen nicht von irgendwoher sondern meistens ganz konkret durch unterbewusste Unzulänglichkeiten im Sexualleben. Vor einigen Jahren habe ich selbst etwas Ähnliches erleben müssen. Seit 11 Jahren bin ich nun mit meinem Freund zusammen. Heirat is´ nicht, glauben wir beide nicht dran, soll aber nicht heißen dass es nichts Schönes ist. Nur für uns halt nicht. So im 9ten Jahr merkte ich plötzlich mir fehlt etwas.

"Früher hat er mich während dem Schleudergang auf der Waschmaschine genommen"

Aber diese Zeiten waren längst vorbei. Um genau zu sein, komplett vorbei. Jeden Sonntag konnte ich die Uhr danach stellen: Fast Punkt viertel vor Zehn kam er rüber gekrochen, erst bisschen fingern, dann Löffelchen, reiten und um den 20 minütigen Höhepunkt einzuleiten Doggy-Stellung. Auf unserem Laptop hat er sich nicht einmal mehr die Mühe gemacht den "Inkognito Browser" zu öffnen wenn er sich seine Pornos reingezogen hat, sondern die Seiten wurden mir bei meiner nächsten Google Suche im gespeicherten Verlauf vorgeschlagen, wenn irgendetwas mit "x", "p" oder "s" in meinem Suchbegriff vorkam. Offiziell habe ich den Tiefpunkt erreicht in unserer Beziehung. Alle Versuche mit ihm zu reden, mal etwas auszuprobieren ihn anzuschreien, meine Unzufriedenheit auszudrücken - alles blieb ergebnislos. Ich trennte mich.

"In dem knappen Jahr Beziehungspause probierte ich Dinge aus - Oh mein Gott"

Ich wusste er und ich liebten uns zu sehr. Früher oder später kämen wir wieder zusammen. Aber dieses eine Jahr habe ich mir ganz bewusst genommen. Nicht etwa um rum zu huren mit den selben testosteron gesteuerten Flachzangen die in Berlin so rumlaufen sondern um meine angestauten sexuellen Phantasien zu verwirklichen. Ich wollte so oft Praktiken ausprobieren, es interessierte mich so Vieles, neugierig machten mich etliche Artikel die ich in all den Jahren in den unzähligen Magazinen gelesen habe, doch er wollte einfach nichts mit mir zusammen erleben. Ich hasste ihn dafür, heute beim schreiben kommen all diese negativen Gefühle ihm gegenüber wieder hoch. Wie konnte er mir das nur all die Jahre antun?

"Bei meinem ersten Date mit einem professionellen Gigolo machte ich mir fast ein wenig Pipi ins Höschen vor lauter Nervosität"

Ich habe mir lange Zeit gelassen bei der Suche nach dem Richtigen. Habe viele Agenturen durchgesehen, bis ich ihn fand. Er kam auf Empfehlung einer meiner besten Freundin. Sein Name war Joel. Ob es sein richtiger Name war? Keine Ahnung. Plötzlich stand er vor mir an der Bar im Soho Haus Berlin. Dort haben wir uns verabredet. Was für ein Mann, sicher 1,90 groß, sportliche Figur, mit einem leichten silber gräulichen Haaransatz an der Schlefe. Tolle Zähne, haselnussbraune Augen, gepflegte große Hände und ein warmes Charisma.

Ich fühlte mich umgehend wohl und geborgen in seiner Umgebung. Er merkte, dass ich total nervös bin. Fragte mich gleich, "ob es das erste Mal für mich sei"?. Danach wechselte er prompt das Thema und verzückte mich eine Stunde lang über gesellschaftsrelevante Themen aus Berlin und dessen Geschichten. Erlebnisse die er selbst hatte und die so lustig und humorvoll geschildert wurden, dass wir viel gemeinsam lachten. Sein Humor war unglaublich und meine Nervosität war verschwunden.

"Dein Geruch ist außergewöhnlich! Wir werden eine schöne Zeit miteinander haben" flüsterte er in mein Ohr"

Dann, ganz plötzlich legte er seine warme Hand auf meine und flüsterte mir ins Ohr, "Dein Geruch ist außergewöhnlich! Wir werden eine schöne Zeit miteinander haben". Ich fragte ihn ob wir aufs Zimmer gehen wollen und er antwortete nur "Unbedingt". Auf dem Zimmer angekommen, kam ich in den Genuss der wohl unfassbar facettenreichsten 3 Stunden meines Lebens.

Hier geht´s direkt zu Teil 2

Allerliebst,

Eure Luisa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentare

Schreibe ein Kommentar
Neuer Kommentar Alter Kommentar